Erfolg: Die landeseigene HOWOGE steigt beim Freudenberg-Areal ein

Erfolg: Die landeseigene HOWOGE steigt beim Freudenberg-Areal ein

Für die Bebauung des Freudenberg-Areal in meinem Wahlkreis an der Boxhagener Straße ist nach weiteren Gesprächen und Verhandlungen eine gute Lösung in Sicht: Erstmals werden ein privater Investor und eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein Bauprojekt gemeinsam umsetzen. Die landeseigene HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft hat heute bekannt gegeben, dass sie sich an der Projektentwicklung auf dem Freudenberg-Areal zwischen Boxhagener Straße, Holteistraße und Weserstraße beteiligt und dort zwei Gebäude mit insgesamt 122 Mietwohnungen sowie einer Kindertagesstätte für zirka 90 Kinder erwirbt. Diese Entwicklung begrüße ich ausdrücklich.
Die 122 Wohnungen werden laut HOWOGE überwiegend über die neue Wohnungsneubauförderung des Landes Berlin finanziert und belegungsgebunden für durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter (netto/kalt) vermietet werden. Das ist ein großer Erfolg: Ursprünglich hatte der ehemalige Bezirksbürgermeister Schulz mit dem Investor nur rund 50 preiswerte Wohnungen verhandelt. Die vereinbarte Kooperation zwischen einem privaten Investor und einem landeseigenen Wohnungsunternehmen zur Entwicklung eines Stadtquartiers hat für mich Beispielcharakter für den Berliner Wohnungsmarkt. Ich stimme der HOWOGE-Geschäftsführerin Stefanie Frensch zu: Der Wohnungsneubau ist das wichtigste Instrument, um den steigenden Mieten zu begegnen. Gerade in meinem Wahlkreis wird auf dem Wohnungsmarkt zunehmend Monopoly gespielt, wovon jeder der eine Wohnung sucht oder umziehen möchte, immer stärker betroffen ist. Dieser Entwicklung in Friedrichshain muss auch mit Neubau begegnet werden. Künftig gilt es, Wohnquartiere zu konzipieren, die die soziale Vielfalt unserer Stadt reflektieren und erhalten. Hierzu sind neue Wege der Kooperation notwendig – private Investoren, Baugruppen, Genossenschaften und landeseigene Unternehmen müssen an einen Tisch geholt werden, um gemeinsam neuen Wohnraum zu schaffen.
Ein weitere Verbesserung im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen auf dem Freudenberg-Gelände ist der geplante Anteil an Mietwohnungen: Die privaten Investoren auf dem Freudenberg-Areal wollen nun überwiegend Mietwohnungen bauen: Nur noch zirka 13 Prozent aller rund 650 Wohnungen sollen Eigentumswohnungen werden (geplant war anfangs ein Anteil von über 40 Prozent). Zudem werden auch die vorgesehenen Wege und Plätze sowie ein Nachbarschaftsraum auf dem Gelände für die Öffentlichkeit langfristig gesichert.
Ich setze mich weiterhin dafür ein, dass landeseigene Grundstücke in Friedrichshain nicht mehr zum Höchstpreis an vornehmlich private Investoren verkauft werden. Ich möchte auf diesen Grundstücken möglichst landeseigene Wohnungen zu bezahlbaren Mietpreisen und ein funktionierendes Wohnumfeld mit Grünflächen sowie Kita- und Schulangeboten.
Die Berliner SPD steht für Mieterschutz und mehr bezahlbare Wohnungen in öffentlicher Hand. Für den Neubau bezahlbarer Wohnungen haben wir einen Wohnungsbaufonds in Höhe von 320 Millionen Euro geschaffen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften werden bis 2018 mindestens 775 Millionen Euro für den Wohnungsbau mobilisieren.

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